Wasser, Umwelt & Landwirtschaft

UBI

Wasserprojekt 2019-2020

 

 

Ziel des Projekts ist das Sustainable Development Goal (SDG) Nr. 6 „Sicherstellung von Wasser und sanitären Bedingungen für alle im Hinblick auf eine nachhaltige Welt“, welches durch die Implementierung eines Systems zur Sammlung, Akkumulation und Revitalisierung von Wasserressourcen von einer Quelle bis zum Dorf Chapakhori in der Bagmati-Region, südöstlich von Kathmandu, erfüllt werden soll. Derzeit lebt die Bevölkerung des Dorfes ohne die unmittelbare Verfügbarkeit von Wasserressourcen, die für den menschlichen Konsum (Trinkwasser, Versorgung der Schulen etc.), für sanitäre und hygienische Zwecke sowie für die Versorgung der Tiere notwendig sind. Die Wasserversorgung in dem Gebiet hat durch das Erdbeben 2015 eine weitere Verarmung erfahren. Derzeit leben 400 Familien im Dorf (ca. 2000 Menschen); die Häuser haben keine direkten Wasseranschlüsse und die Versorgungsstellen im Dorf sind trocken. Jeden Tag – manchmal mehrmals am Tag – müssen die Bewohnerinnen und Bewohner einen langen Weg flussabwärts, entlang eines steilen Taleinschnitts, gehen, um die notwendige Menge Wasser für den täglichen Gebrauch zu besorgen.

Nach Ortsbegehungen im Jahr 2018 durch den italienischen Ingenieur Matteo Greggio, den Geologen Claudio Galli und EMES, einer lokalen Bohrfirma, konnte Ende April 2019 endlich mit der ersten Phase des Wasserprojekts begonnen werden. Dies wurde auch dank der Unterstützung des 8×1000-Programms der UBI (der italienischen Buddhistischen Union), die das Projekt teilweise finanzierte, und anderer Sponsoren möglich gemacht. 

Nach dem manuellen Transport der notwendigen Bohrausrüstung zum Zielort, welcher nicht über die Straße erreichbar ist, waren die Ingenieure bereit, mit den Bohrungen zu beginnen. Unter der Aufsicht unserer Vertreter:innen wurden 5 subhorizontale Bohrlöcher in die abfallenden Ausläufer des Dorfes Timaldada gebohrt und perforierte Rohre installiert, um Wasser zu sammeln und abzuleiten. Insgesamt mussten 89 Meter gebohrt werden, um dann schließlich im 4. Bohrloch auf Wasser zu treffen. Um sicherzustellen, dass kein Tropfen des kostbaren Funds verloren geht, wurden zwei 500-Liter-Tanks zum Auffangen des Wassers installiert.

Das aus dem Bohrloch entnommene Wasser wurde von einem Labor in Kathmandu – Nepal Environmental & Scientific Services ℗ Ltd – analysiert. Das Ergebnis: „Alle beobachteten Werte entsprachen den vorgeschriebenen NDWQS für Trinkwasser“. Der NDWQS ist der National Drinking Water Quality Standard.

Die zweite Phase des Projekts – die Installation eines Pumpensystems, um das Wasser zu den Hauptpunkten im Dorf zu befördern – wurde im Jahr 2020 fortgesetzt.

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